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Die Anlaufstelle

Wir sind Anlaufstelle für Menschen die von einer depressiven Krankheit betroffen sind. Angehörige, Freunde oder Arbeitskollegen von Betroffenen sind ebenfalls herzlich willkommen, denn sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Selbsthilfegruppe. Eine Angststörung oder Depression entwickelt sich oft langsam. Wenn die Zeichen der Krankheit richtig deutlich werden ist es für die kranke Person und die nahe stehenden Menschen sehr schwierig mit der Situation fertig zu werden.

Unsere Gruppentreffen sollen erst nach einem ERSTKONTAKT besucht werden.


Der Gesprächskreis

In unserem Gesprächskreis können Hilfesuchende die Gewissheit haben, dass sie auf eine Runde Menschen treffen, die Verständnis haben und zuhören können. Jedes Gruppenmitglied hat Erfahrungen mit den Krankheitsbildern die eine depressive Erkrankung mit sich bringt. Sei es als Patient oder Familienangehöriger. Nicht selten betreten Betroffene unseren Gruppenraum zum ersten Mal in Begleitung einer/s guten Freundin/es.


Der Gruppenraum

Unser Gruppenraum bietet ein völlig ungestörtes Zusammensein. Nur so ist die Möglichkeit gegeben Diskretion zu bewahren und es stellt sich ein Gefühl der Geborgenheit ein. Angenommen werden, sich aufgenommen fühlen, dabei zu sein und alles ansprechen dürfen was die Psyche belastet und die Stimmung nach unten drückt ist wie Balsam für die Seele.


Der erste Schritt

Den ersten Schritt zu tun fällt sehr schwer, dass ist jedem in der Gruppe so ergangen. Die eigenen vier Wände verlassen und sich zu „Fremden“ gesellen ist eine nahezu unlösbare Aufgabe. Ein Erstkontakt per Telefon oder E-Mail ist eine hilfreiches Angebot um zu erkennen, dass es nicht um „Fremde“ handelt sondern um Menschen die auf ihrem Lebensweg ähnliche Erlebnisse mit dieser schweren Krankheit haben wie jeder verzweifelte Mensch der Hilfe und Rat sucht, weil er alleine mit seiner Angst oder Depression nicht mehr zurecht kommt. Bei einem ersten Gespräch kann auch der Wunsch geäußert werden mit dem Gruppensprecher oder einem Gruppenmitglied alleine zu sprechen. Dabei können Hemmungen und Zweifel beseitigt werden. Ein Ort hierzu wird beim Erstkontakt abgestimmt.


Der Ablauf der Gespräche

Die Gruppengespräche laufen in einem bewährten Ritual ab. Nachdem der Gruppensprecher allgemeine Informationen bekannt gibt beginnen wir mit dem Gesprächskreis. Auf dem Tisch steht unser Menschenkreis in dem eine Kerze brennt. Ein kleiner, weicher Stein ruht daneben. Wer die Gesprächsrunde beginnt ist nicht vorbestimmt. Jeder kann den Handschmeichler nehmen und die Runde eröffnen. Solange der/die Redner/in den diesen Stein in Händen hält wird dieser Person zugehört. Sie wird nicht unterbrochen, es sei denn sie selbst wünscht eine direkte Kommunikation zu ihrer Thematik. Die Redezeit ist nicht vorgegeben, sollte aber in einem annehmbaren Zeitfenster, für die restliche Gruppe, bleiben. So wandert der Stein durch die Gruppe bis jeder an der Reihe war. Es ist nicht verpflichtend zu reden, auch schweigend dabei zu sein ist möglich.


Der Austausch

Hat die Gesprächsrunde ihr Ende erreicht ist Zeit um sich über Erfahrungen mit Kliniken, Therapeuten, Ärzten, Ämtern, Arbeitgebern usw. auszutauschen. Jeder hat verschiedene und doch ähnliche Situationen erlebt. Der Austausch darüber ist ein wertvolles Potential um für sich selbst wichtige Informationen zu erhalten. Beim zuhören zu erkennen wie sich mein Gegenüber in Situationen verhalten hat die mir selber auch schon widerfahren sind, kann zu der hilfreichen Geste werden die das Denken in eine positivere Richtung lenkt.


Die Freizeit

Andere Aktivitäten die angeboten werden sind z.B. gemeinsame Ausflüge, wir laden Autoren zu Lesungen ein, organisieren Vorträge mit Therapeuten – Heilpraktikern – Ärzten, besuchen Ausstellungen außerdem beteiligen wir uns bei Selbsthilfegruppentagen und Gesundheitsmessen. Vorschläge für andere Unternehmungen sind willkommen! Sei es Kino, Nordic Walking, spazieren gehen oder Eis essen. Von dem Zusammenhalt der Gruppe können wir auch in der Freizeit profitieren. Die Mitglieder sind gleichberechtigt, daher sind alle Ideen für Unternehmungen außerhalb der Treffen gerne gesehen.

Wir sind eine offene Gruppe, ohne Betreuung von außen. Es gibt weder Verpflichtungen oder Mitgliedsbeiträge. Wir sind füreinander da. Wir wollen zusammen unser lebenswertes Leben zurück gewinnen. Es ist noch da, nur verdeckt uns das Leiden und der Schmerz den Blick um es zu sehen.


Unser Gruppensprecher & Begleiter

Werner Niebel.




Interview von Werner Niebel bei NET DOKTOR

Interview als PDF




BITTE BEACHTEN:

Wir sind keine Therapeuten, d.h. eine u.U. benötigte ambulante oder stationäre Therapie können und wollen wir nicht ersetzen.

Unsere Gruppentreffen und weiteren Aktivitäten sind ein Zusammenfinden auf freiwilliger Basis und ohne Gewähr.


SHG-Treffen


Titelbild und Hintergrund (oben)
© Werner Niebel